Was zeichnet „verantwortliche Einkäufer“ aus?

Article by Achilles

Der Duden beschreibt den Begriff „verantwortlich“ als für etwas oder jemanden die Verantwortung zu tragen bzw. Rechenschaft schuldig zu sein. Für Einkäufer jedoch hat der Begriff eine weitere Bedeutung: den Beschaffungsprozess unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf Umwelt- und Arbeitsschutz, Menschenrechte, Kosten und Effizienz abzuwickeln.

Beschaffungsfachleute, die all diese Dinge jonglieren können, werden als „verantwortliche Einkäufer“ eingestuft, und die Nachfrage nach dem Mehrwert, der so geschaffen wird, wächst. Tatsächlich haben die meisten Unternehmen bereits eine Richtlinie über verantwortliche Beschaffung eingeführt.

Was also zeichnet „verantwortliche Einkäufer“ aus?

Sie sind umweltbewusst

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind heute aus dem Beschaffungsprozess nicht mehr wegzudenken. Unternehmen in aller Welt rücken diese Prinzipien in den Mittelpunkt.

Skanska ist nur eines der Unternehmen, die eine Richtlinie über nachhaltige Beschaffung eingeführt haben. „Nachhaltige Beschaffung ist die kostengünstige Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen, die auch ökologische, soziale und ethische Aspekte über den gesamten Produkt- oder Service-Lebenszyklus hinweg berücksichtigt“, schreibt das Unternehmen. „Skanska sieht dies als grundlegende und effiziente Geschäftspraxis an, die fester Bestandteil unserer Arbeitsweise ist. Sie hilft uns, fundierte und ausgewogene Entscheidungen bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen für unsere Projekte zu treffen.“

„Skanska arbeitet nur mit verantwortlichen Lieferanten und Subunternehmern zusammen, die die Natur der Produkte, Materialien und Dienstleistungen verstehen, die sie bereitstellen, und ihre Verantwortung für den Umweltschutz sowie die Pflege guter Beziehungen zu ihren Beschäftigten und den lokalen Gemeinden ernst nehmen.“

Im Rahmen seines Versprechens zu verantwortlicher Beschaffung legt auch Balfour Beatty den Schwerpunkt auf die Umwelt. Als das Unternehmen von einem Kunden aufgefordert wurde, die Kosten für ein Programm um 18 Prozent zu senken, entwickelte es eine nachhaltigere Lieferkette und nahm die Bauarbeiten extern vor. So konnten die Abfälle auf null reduziert, die Bauzeiten um 95 Prozent gesenkt, eine werksseitig erprobte Lösung geliefert und die Auswirkungen auf Umwelt und Anwohner erheblich gemindert werden.

Ökologisch verantwortliche Einkäufer müssen sich auf die Umsetzung von Systemen konzentrieren, die das Umweltbewusstsein in allen Teilen der Lieferkette steigern. Ebenso wichtig sind der Kampf gegen den Klimawandel, die verantwortliche Nutzung von Ressourcen, beispielsweise durch Recycling, und die Förderung der Artenvielfalt. Auch die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die nach ISO 14001 oder einem ähnlichen Standard – wie dem von Achilles angebotenen CEMARS – zertifiziert sind, ist von großer Bedeutung. Beides demonstriert Konformität mit dem britischen Energy Savings Opportunity Scheme (ESOS), das von „großen Unternehmen“ und ihren Konzernen verlangt, Berichte zu Energieverbrauch und -effizienz vorzulegen.

Sie fördern den Arbeitsschutz

Beschaffungsaktivitäten dürfen niemals die Gesundheit und Sicherheit von Personen gefährden, die in der Lieferkette tätig sind.

Das bedeutet: Alle Beteiligten einer Lieferkette müssen in einem sicheren Umfeld ohne jede Ausbeutung arbeiten.

Skanska gewährleistet dies durch eine Null-Unfall-Strategie, die ein effektives System für das Arbeitsschutzmanagement verlangt, um Risiken zu ermitteln und zu mindern.

Achilles kann zentrale Bereiche des Lieferantenrisikos einschließlich Arbeitsschutz im Rahmen von Audits überprüfen, die Sie darin unterstützen, verantwortlich zu handeln – durch Bestätigung der Kapazitäten, Kompetenzen und Konformität von Lieferanten mit relevanten Branchenkriterien.

Sie schützen die Menschenrechte

„Die traurige Wahrheit ist, dass wir zur heutigen Zeit noch immer über die Versklavung von Menschen sprechen“, schrieb das Chartered Institute of Purchasing and Supply (CIPS) in einem Blog.

Nach Schätzungen der Walk Free Foundation leben 29,8 Millionen Menschen in moderner Sklaverei. Diese Zahl umfasst rund 5.000 Menschen in Großbritannien, die in der Bekleidungs- oder Lebensmittelproduktion arbeiten.

Verantwortliche Einkäufer erzielen durch Lieferketten-Mapping volle Transparenz ihrer Lieferkette. Strikte CSR-Richtlinien gewährleisten zudem, dass sie nur mit Unternehmen zusammenarbeiten, die beweisen können, dass es bei ihnen keine Fälle von Sklaverei gibt.

Sie achten auf die Kosten

Natürlich sorgen effektive verantwortliche Einkäufer auch dafür, das Geld ihres Unternehmens optimal zu investieren. Beschaffung muss Mehrwert erzeugen, Geldmittel müssen angemessen verwaltet werden. Doch die Kosten müssen auch gegen andere Erwägungen aufgewogen werden – d. h. alle oben genannten Aspekte.

Sie steigern die Effizienz

Beschaffungsabteilungen sind eine der wichtigsten Triebkräfte für Effizienz. Sie sorgen dafür, dass Lieferketten reibungslos funktionieren und für einen nachhaltigen, robusten Service ausgelegt sind.

Einkäufer, denen dies ohne Abstriche bei anderen Erwägungen gelingt, zeigen, wie verantwortliche Beschaffung den Betrieb effektiv verbessern kann.



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