Case Study

Erfahrungen mit Achilles: Einblicke in die Lieferkette verhindern, dass das Einkaufsteam Verträge mit Risikolieferanten abschließt

Business Intelligence und Erkenntnisse sind die Bausteine für langfristigen Erfolg. Angesichts der Tatsache, dass Unternehmen globale Lieferanten für die Beschaffung von Rohstoffen nutzen, investieren viele von ihnen mehr Zeit, um sicherzustellen, dass die relevanten Standards in ihren Lieferketten eingehalten werden. Ein führender Anbieter von erneuerbaren Energien wollte herausfinden, inwieweit seine Lieferanten mit seinen eigenen Werten übereinstimmen. Er hat Achilles um Hilfe gebeten.

Die Herausforderung

Mit der Verschärfung der Nachhaltigkeits- und Compliance-Vorschriften auf den Märkten weltweit stehen globale Unternehmen vor der zusätzlichen Herausforderung, sicherzustellen, dass nicht nur ihre eigenen Betriebsabläufe, sondern auch die ihrer Lieferanten die relevanten Standards erfüllen. Aus diesem Grund wandte sich ein führender Energieversorger an Achilles, um zu erfahren, wie seine Hauptlieferanten im Achilles Green Energy-Netzwerk bei der Bewertung der wichtigsten Finanz-, Nachhaltigkeits- und Governance-Kriterien abschneiden, und um Unterstützung bei der Identifizierung von Risiken in seinen Lieferketten zu erhalten. Supply-Chain-Manager wenden sich zunehmend an Achilles, um die gesetzlichen Anforderungen an die Berichterstattung zu erfüllen, wie z. B. den Modern Slavery Act in Großbritannien, das norwegische Transparenzgesetz, den Forced Labour Prevention Act der USA und das deutsche Lieferkettengesetz.

Das Green Energy-Netzwerk wird von Einkäufern auf der ganzen Welt genutzt, um Lieferanten für Projekte im Bereich grüne Energie zu finden und zu präqualifizieren. Es steht Anbietern von Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen, Solarenergie, Wellenenergie, Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energiequellen offen und liefert Echtzeitinformationen über das Compliance-Niveau potenzieller Lieferanten in Bezug auf verschiedene Kriterien – vom Arbeitsschutz bis hin zu Menschenrechten. In einem Pilotversuch, der zeigen sollte, wie dieses Netzwerk Unternehmen bei der Suche nach umweltfreundlichen Lieferanten unterstützen kann, half Achilles dem Einkäufer, seine Lieferanten anhand dieser entscheidenden Standards zu bewerten.

Die Lösung

Die betreffenden Lieferanten füllten den Präqualifizierungsfragebogen für Green Energy aus, und Achilles bewertete die eingereichten Inhalte anhand unseres strengen Datengerüsts. Achilles ermittelte mehr als 2.000 vorgelagerte Lieferanten, die Verbindungen zu den First-Tier-Lieferanten dieses Unternehmens haben. Unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren entwickelte Achilles ein umfassendes Verständnis der Stärken sowie der kleineren und größeren Schwachstellen in der Lieferkette des Einkäufers. Achilles zeigte dem Einkäufer nicht nur die operativen Risiken auf, sondern erstellte auch eine Bewertung, die zum Vergleich der Leistung der Lieferanten genutzt werden konnte.

Die Ergebnisse

Die Ergebnisse der Risikobewertung von Achilles wurden dem Einkäufer vorgelegt und vermittelten ihm wichtige Erkenntnisse über die Arten von Risiken, die sich auf die Leistung des Unternehmens auswirken könnten. Sie zeigten außerdem auf, wie er seine Lieferanten zur Verbesserung ihrer Prozesse anregen kann.

Identifizierung eines wichtigen Lieferanten als Risiko

Dank des detaillierten und vollständig validierten Lieferantenfragebogens von Achilles konnten wir insbesondere einen Lieferanten identifizieren, der ein hohes Risiko für die Einkaufsorganisation darstellt. Der betreffende Lieferant meldete eine unverhältnismäßig hohe Verletzungsrate (25 Mal so hoch wie der Durchschnitt), mehrere schwere Verletzungen im Jahr 2020, und er war im Vorjahr mehrfach von der Arbeitsschutzbehörde angeschrieben worden. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeitsschutzmanagementsysteme zwar zertifiziert waren, aber nicht von allen Mitarbeitern des Lieferanten ordnungsgemäß befolgt wurden. Achilles wies die Einkaufsorganisation sofort darauf hin, dass dieser Lieferant das Risiko eines Unfalls vor Ort erheblich erhöhen könnte. Dank des Auditprogramms von Achilles sind wir in der Lage, solche Risiken in der Lieferkette zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu mindern, indem wir Pläne für Korrekturmaßnahmen erstellen und die Leistung der Lieferanten über einen längeren Zeitraum verfolgen.

Achilles wies auch darauf hin, dass bei mehr als der Hälfte der Lieferanten keine Maßnahmen zur Verhinderung von moderner Sklaverei oder Menschenhandel implementiert waren. Dies deutet auf Risiken sowohl im Hinblick auf ethisch verantwortungsvolles Verhalten als auch beim Arbeitsschutz in der Lieferantenbasis des Einkäufers hin. Dies stellt ein Risiko für alle Einkaufsteams in Großbritannien, in Deutschland oder Norwegen dar, da die jüngste Gesetzgebung für Lieferketten eine Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte und die Beseitigung moderner Sklaverei in der Lieferkette vorschreibt.

Achilles gab Empfehlungen ab, um zu gewährleisten, dass der Einkäufer weiterhin die gesetzlichen Anforderungen erfüllen kann, und unterbreitete Vorschläge, wie er seine Verfahren zur Risikovermeidung festlegen und verbessern kann. Achilles schlug außerdem vor, dass der Anbieter Lieferanten mit hohem Risiko einem Audit unterzieht, um sicherzustellen, dass die Arbeitsschutzvorschriften kontinuierlich eingehalten werden.

Aufzeigen von Versicherungsrisiken in der Lieferkette

Zwei weitere Anbieter konnten keinen Versicherungsnachweis erbringen, was im Falle eines lebensbedrohlichen Unfalls zu einem großes Problem werden kann. Um dieses Risiko zu mindern, pflegt Achilles Datensätze über Versicherungszertifikate und Ablaufdaten, um sicherzustellen, dass die Versicherungen auf dem neuesten Stand sind und die relevanten Parteien in der Lieferkette darüber informiert sind.

 


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