Case Study

Achilles Experiences: Anglian Water reduziert den CO2-Fußabdruck in seiner Lieferkette mit Carbon Reduce (ehemals CEMARS)

Anglian Water ist das größte Wasserversorgungs- und Wasseraufbereitungsunternehmen in England und Wales. Es beschäftigt über 4.000 Mitarbeitende und versorgt mehr als sechs Millionen Privat- und Geschäftskunden mit Wasser und Wasseraufbereitungs-Dienstleistungen. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, zum Umweltschutz und zum gesellschaftlichen Wohlergehen der Region beizutragen.

Obwohl die Bevölkerung in der Region in den letzten 20 Jahren um 20 % zugenommen hat, liefert Anglian Water heute noch genau dieselbe Menge Wasser wie im Jahr 1990, und zwar jeden Tag fast 1,2 Milliarden Liter. Dies war durch die Minimierung von Leckagen sowie Kampagnen zum Wassersparen für die Kunden möglich und ist dem Unternehmen ein Ansporn, die Abnehmer auch in den kommenden Jahren zu unterstützen.

Das zukunftsorientierte Unternehmen arbeitet eng mit Achilles zusammen, um seine Ziele in puncto Entkarbonisierung festzulegen und voranzutreiben und bis 2030 vollständig kohlenstoffdioxidfrei zu arbeiten sowie den Kohlenstoffdioxidausstoß bei Gebäuden und Infrastruktur um 70 % zu reduzieren.

Die Herausforderung

Mit der zunehmenden Weltbevölkerung und dem Klimawandel sieht sich Anglian Water mit neuen Herausforderungen im Geschäftsbetrieb konfrontiert. Das Unternehmen entschied sich schon 2010 für ein damals in der Branche unübliches, proaktives Vorgehen und setzte sich das Ziel, seinen Kohlendioxidausstoß für neu gebaute Einrichtungen bis 2015 um die Hälfte zu senken. Mit unserer Hilfe gehörte es zu  .

„Wir untersuchten den Kohlendioxidausstoß aus der Gewinnung von Rohstoffen, dem Transport, der Fertigung und dem Bau von Infrastruktureinrichtungen sowie der damit verbundenen betrieblichen Abläufe, um uns einen ganzheitlichen Überblick über unsere Kohlenstoffbilanz zu verschaffen“, erklärt David Riley, Head of Carbon Neutrality bei Anglian Water.

Aufgrund der zunehmenden Gefahr durch den Klimawandel verschärfen sich die Anforderungen von Aufsichtsbehörden und globalen Investoren an Unternehmen, ihren Kohlendioxidausstoß erheblich zu senken. Das betrifft auch Anglian Water und um sicherzustellen, dass das Unternehmen die Bedürfnisse seiner Kunden auch in den nächsten Jahrzehnten erfüllen kann, setzte es sich das Ziel, bis 2030 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, musste es den Kohlendioxidausstoß seiner gesamten Lieferkette verringern. Zudem musste es seine Aktivitäten offenlegen und Bericht über diese erstatten, um seinen Stakeholdern entgegenzukommen.

Der Prozess

Nachdem Anglian Water schon im Bereich Beschaffung mit Achilles zusammengearbeitet hatte, trat das Unternehmen unserem Carbon-Reduce-Programm bei (offiziell Carbon & Energy Measurement and Reduction Scheme, CEMARS® genannt). Das Programm unterstützt das Unternehmen dabei, seinen betrieblichen Kohlendioxidausstoß sowie den seiner Lieferanten zu messen, zu überwachen und zu reduzieren.

David Riley merkt an: „Die Einbeziehung der Lieferkette ist ein entscheidender Faktor. Als eigenständiges Unternehmen kann man selbst schon viel erreichen, aber nur wenn man die Lieferkette vollständig einbezieht, erzielt man noch viel bedeutendere Reduzierungen. Und das ist noch nicht alles, denn wir wollen mit führenden Lieferanten zusammenarbeiten, die selbst Verantwortung übernehmen.“

Achilles verfolgt mit Anglian Water einen zweistufigen Ansatz, um die Zertifizierung zu erreichen. Die erste Stufe umfasst ein Audit des Net-Zero-Programms von Anglian Water, um zu gewährleisten, dass dieses effektiv ist und die relevanten ISO-Normen erfüllt. Die zweite Stufe beinhaltet die doppelte Validierung durch einen Prüfer in Neuseeland, um den Fortschritt anhand weltweiter Normen zu bemessen. In jeder Stufe arbeiten wir eng mit Anglian Water zusammen und beraten das Unternehmen, damit es die aktuellen ISO-Normen für eine Zertifizierung erfüllen kann. Dadurch erhält Anglian Water die Zuversicht, dass es seine mittelfristigen Ziele erreicht. Durch unsere Ausrichtung auf die ISO-Normen passen wir unsere Empfehlungen zudem ständig an, damit diese mit den sich ändernden Vorschriften Schritt halten.

Der Net-Zero-Plan von Anglian Water baut auf eine dreistufige Hierarchie: Reduzierung des Energieverbrauchs, Nutzung erneuerbarer Energien und Kompensation des übrigen Kohlendioxidausstoßes. Neben diesen Initiativen kooperiert Anglian Water außerdem kontinuierlich mit seinen Lieferanten, um sicherzustellen, dass auch sie die aktuellen ISO-Normen erfüllen. Dadurch wird die Transparenz während der Berichterstattung verbessert.

Die Ergebnisse

Achilles ist ein wichtiger, langfristiger Partner von Anglian Water und hilft dem Unternehmen dabei, die Senkung seines Kohlendioxidausstoßes zu überwachen.

Greifbare Fortschritte in puncto Entkarbonisierung. Anglian Water konnte bei seinen   verzeichnen.

Neue Möglichkeiten. Die Verifizierung für die aktuellen ISO-Normen hat Anglian Water einen marktrelevanten Vorteil verschafft. Zudem fällt das Rating des Unternehmens anhand der CPD-Werte in die Spitzenkategorie (die obersten 5,5 %). Im Zuge dieser Verifizierung konnte sich Anglian Water zudem Zugang zu sogenannten „grünen Investments“ sichern.

Mit gutem Beispiel vorangehen. Anglian Water gehört zu den 29 Unternehmen, die in zehn aufeinanderfolgenden Jahren eine Carbon-Reduce-Akkreditierung erhielten . Das Unternehmen übermittelte bis ins Jahr 2007-2008 zurückreichende historische Daten.

Einbeziehung seiner Lieferkette. Der Erfolg von Anglian Water beruht zum Teil darauf, dass das Unternehmen seine Lieferanten darum bat, ihren Kohlendioxidausstoß zu reduzieren und dies in seinen Beschaffungsprozess aufnahm. Folglich traten 46 seiner Hauptlieferanten dem Carbon-Reduce-Programm bei – 40 davon sind noch immer aktive Teilnehmer . Dazu gehören Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Bauwesen, Pumpen, Wasseraufbereitung und Wasserlösungen.

Innovation. Mithilfe der zahlreichen Achilles-Tools unterstützen wir Anglian Water kontinuierlich dabei, seine Berichterstattung sowohl zu vereinfachen als auch zu erweitern, um den sich ändernden ISO-Anforderungen gerecht zu werden, etwa in Bezug auf Scope-3-Emissionen.

Zusammenarbeit. „Es ist von großem Wert für uns, das Fachwissen des Achilles-Teams ständig zur Verfügung zu haben. Ich kann mich immer mit einer Frage an das Team wenden, sei es zu erneuerbarer Energie, Zertifizierung, grüner Energie, Biogas oder einem anderen Thema. Entweder hat das Team die Antwort selbst parat oder es weiß, wer die entsprechende Kompetenz besitzt“, so David Riley abschließend.

Laden Sie hier die Fallstudie herunter.


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