Die nordische Energiewende schreitet schnell voran, in vielen Bereichen sogar schneller als die Lieferketten, die sie ermöglichen sollen.
Ob bei Offshore-Windenergie, Netzausbau, Wasserstoffprojekten, der Elektrifizierung des Verkehrs oder großen Industrieinvestitionen – wir sehen immer wieder dasselbe Muster: Der Ehrgeiz ist vorhanden, die Finanzierung ist gesichert, doch die Umsetzung hängt zunehmend von komplexen und oft schwer überschaubaren Lieferantennetzwerken ab.
Bei Achilles arbeiten wir seit über 30 Jahren mit Lieferantennetzwerken in den Bereichen Energie und Infrastruktur, und eines ist aus unserer Erfahrung in den nordischen Ländern und darüber hinaus klar: Das Lieferkettenrisiko ist heute einer der Hauptfaktoren, der darüber entscheidet, ob diese Projekte pünktlich und im Rahmen des Budgets erfolgreich sind.
Die Transparenz ist noch nicht da, wo sie sein müsste
Selbst in reifen nordischen Märkten haben viele Organisationen noch keine vollständige Transparenz über ihre direkten Lieferanten hinaus. Sie kennen ihre Tier-1-Partner gut, aber was sich darunter verbirgt, ist oft nur teilweise erfasst oder verstanden.
Diese Lücke wird kritischer, je größer und komplexer Projekte werden. Offshore-Windprojekte beispielsweise basieren auf langen Ketten von Subunternehmern, spezialisierten Ingenieurbüros und globalen Herstellern, von denen viele schnell und unter Druck in Projekte eingebunden werden.
Unsere Kunden beschreiben es oft sehr praktisch. Sie vertrauen ihren Hauptlieferanten, haben aber nicht immer Vertrauen in die gesamte Kette darunter, und dieser Mangel an Transparenz schafft Unsicherheit sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung.
Der traditionelle Ansatz reicht nicht mehr aus
In vielen Organisationen stützt sich das Lieferantenmanagement immer noch stark auf jährliche Fragebögen, statische Audits und selbst deklarierte Informationen. Dieses Modell funktionierte recht gut, als die Lieferketten stabiler und lokaler waren, aber es hat Mühe, mit der heutigen Realität Schritt zu halten.
Lieferketten sind heute globaler, fragmentierter und zeitkritischer. Gleichzeitig sind die Erwartungen an ESG, Compliance und operative Resilienz erheblich gestiegen.
Das Ergebnis ist, dass Beschaffungsteams oft versuchen, moderne Risiken mit veralteten Tools zu managen.
Der Druck auf Beschaffungsteams steigt
Dies sehen wir deutlich bei nordischen Infrastruktur- und Energieprojekten. Beschaffungsteams stehen unter zunehmendem Druck, Lieferanten schneller zu integrieren, strengere Compliance-Prüfungen sicherzustellen, die Qualität der ESG-Daten zu verbessern und gleichzeitig Verzögerungen bei bereits knappen Projektzeitplänen zu vermeiden.
Gleichzeitig ist die Lieferantenkapazität nicht unbegrenzt. In Spezialgebieten wie Offshore-Engineering, kritischer Infrastruktur und Energiebau werden dieselben Lieferanten oft gleichzeitig in mehreren Großprojekten eingesetzt, was den Wettbewerb und die Risikokonzentration erhöht.
Dies schafft eine sehr reale operative Herausforderung, bei der Geschwindigkeit, Compliance und Resilienz gleichzeitig in Einklang gebracht werden müssen.
Die Energiewende ist eine Herausforderung für die Lieferkette
Während die Energiewende oft in Bezug auf Technologie und Investitionen diskutiert wird, wird in der Praxis immer deutlicher, dass sie auch eine Herausforderung für die Lieferkette darstellt.
Projekte bewegen sich nur so schnell wie die Lieferanten dahinter. Wenn die Lieferantentransparenz schwach ist oder die Qualifizierungsprozesse inkonsistent sind, werden Verzögerungen und Störungen wahrscheinlicher.
Deshalb rückt die Resilienz der Lieferkette nicht nur für Beschaffungsteams, sondern auch für die Führungsebene und Vorstände immer weiter nach oben auf die Agenda.
Was wir von führenden Organisationen sehen
Die fortschrittlichsten Organisationen in den nordischen Ländern beginnen, sich von periodischen Lieferantenprüfungen hin zu kontinuierlicheren Modellen der Lieferantensicherung zu bewegen. Anstatt sich auf jährliche Momentaufnahmen zu verlassen, schaffen sie eine fortlaufende Transparenz über Lieferantenleistung, Compliance und Risiken.
Sie investieren auch mehr in strukturierte Qualifizierungsprozesse und verifizierte Lieferantendaten, was es ihnen ermöglicht, Unsicherheiten zu reduzieren, bevor sie zu einem Projektproblem werden.
Dabei geht es nicht darum, Komplexität hinzuzufügen. Es geht darum, sie zu reduzieren, indem man frühzeitig im Prozess bessere Informationen hat.
Wo Achilles ins Spiel kommt
Bei Achilles unterstützen wir Organisationen beim Aufbau und Management vertrauenswürdiger Lieferantennetzwerke in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Industrie.
Wir bringen Lieferanten und Käufer durch verifizierte Daten, Audits und strukturiertes Risikomanagement zusammen, basierend auf mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in globalen Lieferketten.
In den nordischen Ländern beobachten wir einen klaren Wandel. Organisationen suchen nicht mehr nur nach Lieferanten, die sie bereits kennen. Sie suchen nach besserer Transparenz, stärkerer Sicherheit und mehr Vertrauen, dass ihre Lieferketten auch unter Druck tatsächlich liefern können.
Denn letztendlich hängt der Erfolg der Energiewende nicht nur von Investitionen oder Technologie ab. Er hängt davon ab, ob die dahinterstehende Lieferkette stark genug ist, um sie zu unterstützen.