Was Sie über Ethik in der Lieferkette wissen sollten

7 Aug 2014
Artikel von Achilles

Ethisches Verhalten in der Lieferkette ist von entscheidender Bedeutung. Unternehmen müssen wissen, welche Prinzipien zu befolgen sind.

Ipsos MORI zufolge geben vier von fünf Verbraucher an, dass ihnen die ethischen Standards im Einzelhandel wichtig sind. Außerdem sind 38 Prozent bereit, mehr für ein Produkt zu zahlen, wenn ein Unternehmen sich ethisch verantwortlich verhält.

Tatsächlich weist alles auf die zunehmende Bedeutung der Ethik in der Lieferkette hin. Unternehmen, die beweisen können, dass sie den Spielregeln folgen, dürften sich gegenüber anderen durchsetzen. Doch was akzeptabel ist und was nicht, ändert sich ständig. Viele Unternehmen könnten durchaus etwas Nachhilfe beim Thema Lieferkettenethik gebrauchen.

Was ist Ethik in der Lieferkette?

Vor dem Hintergrund zunehmend globaler Beschaffung sind Fälle von Ausbeutung und Missbrauch bekannt geworden, die Fragen aufgeworfen haben: Dürfen ethische Grundsätze geopfert werden, um billig zu produzieren?

Beim Thema Ethik in der Lieferkette konzentrieren sich Experten generell auf die folgenden Bereiche:

Beschäftigungs- und Vereinigungsfreiheit

Ausrottung der Kinderarbeit

Sichere und hygienische Arbeitsbedingungen

Angemessene Bezahlung und Arbeitszeiten

Humane, diskriminierungsfreie Behandlung

Kampf gegen Bestechung und Korruption

Umweltbewusstsein

In der Vergangenheit waren diese Elemente einer ethisch unbedenklichen Lieferkette größtenteils von den Wertvorstellungen einzelner Unternehmen und Länder abhängig. In den letzten Jahrzehnten wurden sie jedoch im internationalen Recht verankert.

Was können Unternehmen tun?

Große und kleine Unternehmen müssen die Gesetze kennen, die ethische Fragen in Lieferketten regeln, und wissen, wie ihre eigene Geschäftspraxis sich in dieses System einfügt.

Letzteres erfordert, dass Unternehmen ihre eigenen ethischen Werte und Ziele verstehen, diese kodifizieren und Risikobereiche in ihrer Lieferkette ausmerzen.

Viele Firmen erstellen einen eigenen Ethik-Kodex für die Lieferkette, den alle Lieferanten befolgen müssen. Eines dieser Unternehmen ist die Coca-Cola Company – der Konzern regelt Ethik und Compliance über seinen geschäftlichen Verhaltenskodex. Hinsichtlich Gesetzestreue und ethischem Verhalten in allen Angelegenheiten richtet Coca-Cola dieselben Erwartungen an seine Lieferanten wie an seine Beschäftigten.

Transparenz spielt eine wesentliche Rolle bei der Wahrung ethischer Standards in einer Lieferkette. Unternehmen müssen wissen, wer ihre Lieferanten sind – auch über die erste Ebene hinaus. Achilles bietet Lösungen für das Lieferantenmanagement wie kooperative Gemeinschaften und Lieferketten-Mapping, die es Unternehmen ermöglichen, alle Parteien in einer Lieferkette zu ermitteln. So ist es leichter, Fälle in einem Netzwerk zu identifizieren, in denen ethische Kodizes nicht befolgt wurden.

Jenny Willott, Staatssekretärin im britischen Wirtschaftsministerium, betonte: „Transparenz sollte stets das Kernstück eines jeden Unternehmens sein. Alle Firmen, auch im Einzelhandel, müssen sicherstellen, dass sie ihren Kunden die richtigen Informationen geben und offen über ihre Lieferketten sprechen.

Verbraucher sind heute mehr denn je daran interessiert, wie Produkte von der Fabrik ins Regal kommen. Sie haben keine Angst, ihre Meinung zu sagen oder einfach den Anbieter zu wechseln, wenn sie glauben, dass die Menschen, die die Waren produzieren, missbraucht oder ausgenutzt werden.“

Die goldene Regel

Die goldene Regel der Lieferkettenethik lautet letztlich: „Kenne deine Lieferanten.“ Unternehmen müssen sicher sein können, dass ihre Geschäftspartner bestimmte Standards erfüllen, um zu gewährleisten, dass ihre Lieferkette legal ist. Alle Achilles-Lieferanten werden von uns auf Regelkonformität und betriebliche Zuverlässigkeit überprüft. Dies hilft Einkäufern, Risiken zu managen und sicherzustellen, dass sie mit Firmen zusammenarbeiten, die ihre Wertvorstellungen teilen.

 

Natürlich ist es schwieriger, die Aktivitäten von Lieferanten im Ausland zu überwachen. Hier setzt das Lieferketten-Mapping an. Unternehmen können genau ermitteln, wer ihre Lieferanten sind und mit wem sie Geschäfte machen: Sie können prüfen, ob alle Parteien ihren ethischen Vorgaben folgen. Außerdem können Firmen veranlassen, dass Lieferanten von Achilles unabhängig verifiziert werden – eine weitere Gewähr für beispielhaftes Verhalten.


Teilen


Erhalten Sie jeden Tag spannende Hintergrundartikel in Ihrem Postfach

Abonnieren