ACHILLES LIVE 2017 – Moderne Sklaverei auf der Tagesordnung

Article by Achilles

FÜNF UNMITTELBARE SCHRITTE GEGEN MODERNE SKLAVEREI IN DER LIEFERKETTE

Achilles, ein führender Anbieter von Lieferantenmanagementlösungen, begrüßte diesen Monat über 250 Einkäufer und Lieferanten aus den Bereichen Energieversorgung, Eisenbahn und Bauwesen bei Achilles Live in London.

Ein zentrales Menschenrechtsproblem, mit dem heute alle Branchen konfrontiert sind, ist der Kampf gegen moderne Sklaverei in der Lieferkette. Keynote-Referentin Klára Skrivánková von der Menschenrechtsorganisation Anti-Slavery International erläuterte mehrere unkomplizierte, wirkungsvolle und leicht umsetzbare Maßnahmen, die Unternehmen sofort durchführen können:

  1. Das Problem anerkennen. Es ist real und besteht überall. Jedes Unternehmen ist dafür verantwortlich, zu beweisen – nicht nur zu hoffen –, dass es in seiner Lieferkette nicht existiert.
  2. Die Lieferkette überprüfen. Unternehmen müssen die schwachen Glieder in der Kette identifizieren und fehlende Informationen hinterfragen. Sichtbarkeit und Transparenz sind entscheidend, um bessere Kenntnisse von den Risiken in der Lieferkette aufzubauen.
  3. Verantwortung für die Lösung übernehmen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Richtlinien und sorgfältig formulierte Verhaltenskodizes alle Teile der Lieferkette erreichen – sie sind für die Umsetzung guter Praktiken und effektiver Richtlinien im gesamten Betrieb verantwortlich.
  4. Zusammenarbeiten, um Wandel herbeizuführen. Durch partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Lieferkette können Unternehmen eine stärkere, lautere Stimme entwickeln und gemeinsam auf Reformen hinarbeiten.
  5. Einen Dialog zum Problem starten. Die Verantwortung von Unternehmen umfasst mehr als nur eine Erklärung zu moderner Sklaverei auf der eigenen Website. Die Frage muss als Tagesordnungspunkt in Besprechungen behandelt werden, zum Gesprächsthema zwischen Lieferanten werden und ein Grund sein, die Arbeitnehmerschaft kennenzulernen.

Das komplizierte Netz globaler Lieferketten macht es schwierig, moderne Sklaverei aufzuspüren. Das Engagement von Einkäufern und Lieferanten bei Achilles Live zeigte jedoch, dass der Wunsch nach mehr Informationen und politischer Klarheit besteht, insbesondere zu der Frage, wie man über reine Regelkonformität hinausgehen kann.

In ihrer Grundsatzrede bei Achilles Live erklärte Klára Skrivánková: „Kenntnisse der Arbeitspraktiken in allen Branchen werden zur grundlegenden betrieblichen Maßnahme. Due Diligence sollte in alle Geschäftsbereiche integriert werden, dabei sollten Benchmarks und Standards für die gesamte Lieferkette gelten.“

Skrivánková weiter: „Unternehmen, die bereits Compliance demonstrieren, müssen jetzt proaktiv und transparent sein und Nachweise für Arbeitspraktiken in allen Teilen des Geschäfts vorlegen. Und die, die das noch nicht tun, müssen damit anfangen. Unternehmen müssen sich dafür entscheiden, Teil der Lösung zu sein, und sich von all jenen lösen, die Teil des Problems werden.“

Im April 2017 führte Achilles sein Audit von Arbeitspraktiken ein, das Unternehmen größere Transparenz und Kenntnisse von den Arbeitspraktiken in ihrer Organisation und Lieferkette bietet. Das Audit untersucht drei spezifische Aspekte dieses komplexen rechtlichen Bereichs: Arbeitskräfteengagement, Regelkonformität bei Personalakten und bei Managementsystemen. Das Produkt ergänzt die Kernaudits, die Achilles anbietet.

Jay Katzen, Chief Executive Officer von Achilles, erklärte: „Wir sind fest entschlossen, die moderne Sklaverei durch enge Zusammenarbeit mit Einkäufern und Lieferanten auszumerzen. Vor Kurzem haben wir unser Arbeitspraktiken-Audit eingeführt, das Einkäufern und Lieferanten größere Transparenz und bessere Kenntnisse von den Arbeitspraktiken in ihrer Organisation und Lieferkette bietet.

Gemeinsam müssen wir uns um Reformen im Bereich moderne Sklaverei bemühen. Es ist unsere moralische und ethische Pflicht, zusammenzuarbeiten und dieses Problem ganz und gar auszumerzen. Dies sollte keine Option sein, sondern ein Auftrag, denn es ist wirklich eines der größten Menschenrechtsprobleme unserer Zeit.“



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