{"id":15941,"date":"2023-09-15T20:03:00","date_gmt":"2023-09-15T17:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/uat.achilles.com\/unkategorisiert\/compliance-mit-dem-lieferkettengesetz-wann-ist-genug-wirklich-genug\/"},"modified":"2023-12-21T11:53:59","modified_gmt":"2023-12-21T08:53:59","slug":"compliance-mit-dem-lieferkettengesetz-wann-ist-genug-wirklich-genug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.achilles.com\/de\/einblicke-branche\/compliance-mit-dem-lieferkettengesetz\/","title":{"rendered":"Compliance mit dem Lieferkettengesetz \u2013 wann ist genug wirklich genug?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-wenn-wir-mit-kunden-zusammenarbeiten-um-sie-bei-der-compliance-mit-dem-neuen-deutschen-lieferkettengesetz-kurz-lksg-zu-unterstutzen-fragen-sie-uns-haufig-wie-weit-sie-gehen-mussen-um-die-aufsichtsbehorden-zufriedenzustellen-diese-frage-wird-sich-nun-noch-haufiger-stellen-da-die-grenze-fur-die-berichterstattung-ab-januar-2024-von-unternehmen-mit-mehr-als-3-000-beschaftigten-in-deutschland-auf-unternehmen-schon-ab-1-000-beschaftigten-herabgesetzt-wird-vereinfacht-gesagt-wollen-und-mussen-die-fur-die-berichterstattung-nach-dem-lieferkettengesetz-verantwortlichen-personen-wissen-wann-genug-wirklich-genug-ist\">Wenn wir mit Kunden zusammenarbeiten, um sie bei der Compliance mit dem neuen deutschen Lieferkettengesetz (kurz: LkSG) zu unterst\u00fctzen, fragen sie uns h\u00e4ufig, wie weit sie gehen m\u00fcssen, um die Aufsichtsbeh\u00f6rden zufriedenzustellen. Diese Frage wird sich nun noch h\u00e4ufiger stellen, da die Grenze f\u00fcr die Berichterstattung ab Januar 2024 von Unternehmen mit mehr als 3.000 Besch\u00e4ftigten in Deutschland auf Unternehmen schon ab 1.000 Besch\u00e4ftigten herabgesetzt wird. Vereinfacht gesagt, wollen (und m\u00fcssen) die f\u00fcr die Berichterstattung nach dem Lieferkettengesetz verantwortlichen Personen wissen, wann genug wirklich genug ist.<\/h2>\n\n\n\n<p>Die ehrliche Antwort auf diese Frage mag auf den ersten Blick wenig hilfreich erscheinen, denn sie lautet: Es gibt keine richtige Antwort. Dies h\u00e4ngt in der Tat von einer Vielzahl von Faktoren ab. Um zu verstehen, was f\u00fcr Ihr Unternehmen ausreichend ist, m\u00fcssen wir einen Blick auf die aktuelle Gesetzgebung werfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Lieferkettengesetz definiert (wie auch \u00e4hnliche Rechtsvorschriften, die in Europa und dem Rest der Welt aufkommen) die Erwartungen an die Compliance klar und deutlich. Erstens legt das Lieferkettengesetz eindeutig fest, dass Unternehmen einen risikobasierten Ansatz in Bezug auf die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette anwenden m\u00fcssen. Zweitens muss der Aufwand in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zur Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit des Unternehmens und zur Komplexit\u00e4t der Lieferkette stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere die Hinweise zur Einreichung beim Bundesamt f\u00fcr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die das Offenlegungselement des Lieferkettengesetzes darstellt, verweisen explizit auf die \u201eAngemessenheit der Risikobewertung\u201c und stellen klar, dass die Risikobewertung keine unzumutbare Belastung sein darf. Die Unternehmen m\u00fcssen jedoch gew\u00e4hrleisten, dass der Aufwand in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis zu ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und den damit verbundenen Risiken steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei genauerer Betrachtung ergibt das nat\u00fcrlich Sinn. Das Lieferkettenrisiko-Management in Bezug auf ESG kann niemals nach einem allgemein g\u00fcltigen Ansatz erfolgen. Eine Burger-Kette in Privatbesitz mit 1.000 Besch\u00e4ftigten in ganz Deutschland hat beispielsweise ganz andere Risiken als ein multinationales Fertigungsunternehmen, das Rohstoffe aus mehreren Kontinenten bezieht \u2013 und die Gesetzgebung ber\u00fccksichtigt dies zu Recht. Das bedeutet nicht, dass f\u00fcr die Burger-L\u00e4den kein Risiko besteht, aber das grundlegende Risikoprofil ist relativ gesehen viel niedriger. Daher sind erwartungsgem\u00e4\u00df in diesem Fall die Anforderungen des Lieferkettengesetzes in Bezug auf die Lieferkettenrisiko-Bewertung entsprechend geringer.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie finden Sie also heraus, was f\u00fcr Ihr Unternehmen angemessen ist? Zu diesem Zweck empfiehlt der \u201eOECD-Leitfaden f\u00fcr die Erf\u00fcllung der Sorgfaltspflicht f\u00fcr verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln\u201c die Durchf\u00fchrung einer \u201ebreit angelegten Risikoanalyse\u201c, um ein umfassendes Bild der Risiken in der gesamten Lieferkette zu erhalten. Dieser breite, multidisziplin\u00e4re Ansatz ist ein wesentlicher Aspekt einer erfolgreichen Umsetzung der Sorgfaltspflicht in der Lieferkette. Und er ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr Unternehmen, die gegen\u00fcber Aufsichtsbeh\u00f6rden in Deutschland und dar\u00fcber hinaus nachweisen m\u00fcssen, dass sie ihre Risiken kennen und \u201egenug getan\u201c haben, um sie zu mindern.<\/p>\n\n\n\n<p>Genug zu tun, wird aber immer schwieriger. Die Struktur und das schiere Ausma\u00df der heutigen Lieferketten bedeuten, dass ESG-Probleme und ihre Ursachen extrem schwer zu erkennen, zu verstehen und zu beseitigen sind. Es bedarf intensiver und nachhaltiger Anstrengungen, um die \u00dcberwachung und Berichterstattung in den vorgeschriebenen Abst\u00e4nden durchzuf\u00fchren. Die f\u00fcr die Einhaltung von Vorschriften erforderlichen Daten gehen weit \u00fcber die \u00fcblichen betrieblichen Grenzen hinaus. Ohne die gebotene Sorgfalt besteht die Gefahr, dass Datenquellen von zweifelhafter Herkunft, Genauigkeit oder Interpretation zu prim\u00e4ren Informationsquellen werden, welche die Grundlage f\u00fcr die Risikobewertung, das Risikomanagement und die nachfolgende Offenlegung untergraben. Dies stellt eine erhebliche Bedrohung f\u00fcr die Reputation eines Unternehmens und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund verl\u00e4sst sich Achilles bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen zur Unterst\u00fctzung ihrer ESG-Compliance niemals auf Daten aus einer einzigen Quelle oder auf Informationen, die ausschlie\u00dflich durch Web-Crawling gewonnen wurden. Stattdessen sammeln und bewerten wir zun\u00e4chst Daten aus einer Vielzahl von Quellen, einschlie\u00dflich (aber nicht beschr\u00e4nkt auf) Unterlagen der Unternehmen in Ihrer Lieferkette, \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche und historische Informationen aus dem Internet und Untersuchungsberichte von Nichtregierungs- und Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen. Einzigartig ist, dass wir auch Informationen aus unserem umfassenden, globalen, pers\u00f6nlichen Auditprogramm und die Aussagen von Besch\u00e4ftigten, die wir \u00fcber viele Jahre hinweg in \u00e4hnlichen Branchen und Regionen befragt haben, einbeziehen, um ein vollst\u00e4ndiges Bild Ihres Lieferkettenrisikos zu zeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist dieses Ma\u00df an detaillierten Analysen und Einblicken, das eine umfassende Offenlegung im Sinne des Lieferkettengesetz erm\u00f6glicht und Ihnen die Gewissheit gibt, dass Sie \u201egenug getan\u201c haben. Erst wenn man sich ein genaues Bild gemacht hat, kann man <em>tats\u00e4chlich <\/em>zum n\u00e4chsten Schritt in Richtung \u201ewirklich genug tun\u201c \u00fcbergehen \u2013 der Integration von Qualit\u00e4tsmanagement-Grunds\u00e4tzen in einen risikobasierten Ansatz der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Weitere Informationen finden Sie hier auf unserer speziellen Seite zum <a href=\"https:\/\/www.achilles.com\/de\/lieferkettengesetz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lieferkettengesetz<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir mit Kunden zusammenarbeiten, um sie bei der Compliance mit dem neuen deutschen Lieferkettengesetz (kurz: LkSG) zu unterst\u00fctzen, fragen sie uns h\u00e4ufig, wie weit sie gehen m\u00fcssen, um die Aufsichtsbeh\u00f6rden zufriedenzustellen. 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