{"id":15734,"date":"2014-09-27T20:00:00","date_gmt":"2014-09-27T17:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/uat.achilles.com\/unkategorisiert\/sind-zwei-anbieter-besser-als-einer\/"},"modified":"2023-07-20T19:21:20","modified_gmt":"2023-07-20T16:21:20","slug":"sind-zwei-anbieter-besser-als-einer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.achilles.com\/de\/industry-insights\/zwei-anbieter-besser-als-einer\/","title":{"rendered":"Sind zwei Anbieter besser als einer?"},"content":{"rendered":"<p>Sind mehr Lieferanten gut f\u00fcrs Gesch\u00e4ft? Diese Frage ist schwierig zu beantworten und gibt im Risikomanagement mehrere R\u00e4tsel auf.<\/p>\n<p>Einerseits reduziert man mit mehreren Lieferanten die Abh\u00e4ngigkeit von einer einzelnen Quelle und gleicht die Risiken aus. Wenn also ein Lieferant von einer Katastrophe heimgesucht wird, kann man zu einem anderen wechseln. Auf der Website Spend Matters nannte Joshua Nelson, Direktor Strategie und Betrieb bei der Hackett Group, dies als Hauptgrund f\u00fcr Lieferantendiversifizierung. Andererseits jedoch hat ein Eink\u00e4ufer mit nur einem Lieferanten gr\u00f6\u00dfere Verhandlungsst\u00e4rke, so Nelson. Zu weiteren Vorteilen z\u00e4hlen mehr Transparenz, einfachere Leistungsverfolgung, leichteres Beziehungsmanagement, bessere Zusammenarbeit bei Innovation und Design, optimierte Plansynchronisierung und wirkungsvoller Informationsaustausch sowie bessere Reaktionsf\u00e4higkeit des Lieferanten.<\/p>\n<p>Doch obwohl die Liste der Pluspunkte einer solchen Single-Sourcing-Strategie l\u00e4nger ist, sollte die Bedeutung geringerer Abh\u00e4ngigkeit nicht untersch\u00e4tzt werden. Unternehmen h\u00e4ngen von einem reibungslosen Fluss von Produkten oder Dienstleistungen durch die Lieferkette ab. Wenn dieser durch eingeschr\u00e4nkte Kapazit\u00e4ten, finanzielle Komplikationen, Qualit\u00e4tsprobleme oder Naturkatastrophen unterbrochen wird, k\u00f6nnen Firmen schnell lahmgelegt werden.<\/p>\n<h4>Umgang mit Abh\u00e4ngigkeit<\/h4>\n<p>Beziehungen zu Lieferanten sind heute wichtiger denn je. Die Hacket Group ermittelte 2014, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte in der Beschaffung die Nutzung von Lieferanteninnovationen als zweith\u00f6chste Priorit\u00e4t sahen. Insgesamt gaben 69 Prozent der Befragten dies an \u2013 das zeigt, dass sich der Schwerpunkt langsam von reinen Kostenfragen verlagert.<\/p>\n<p>Wenn jedoch die Innovationsf\u00e4higkeit von Lieferanten st\u00e4rker in den Mittelpunkt r\u00fcckt, w\u00e4chst die Abh\u00e4ngigkeit, vor allem wenn Eink\u00e4ufer nur einen Lieferanten haben. Dies kann zu einer \u201eungleichgewichtigen Abh\u00e4ngigkeit\u201c f\u00fchren, wie Nelson es nennt \u2013 ein Eink\u00e4ufer, der stark von einer Beziehung abh\u00e4ngt, die f\u00fcr den Lieferanten nicht besonders wichtig ist. In einem solchen Fall ist es unwahrscheinlich, dass Lieferanten schnell auf Eink\u00e4uferprobleme reagieren oder die besten Angebote machen. Nat\u00fcrlich kann diese Abh\u00e4ngigkeit auch andersherum entstehen \u2013 wenn der Lieferant von einer Beziehung abh\u00e4ngt, die f\u00fcr den Eink\u00e4ufer von geringer Bedeutung ist.<\/p>\n<p>Ist ein Lieferant zu stark von einem Eink\u00e4ufer abh\u00e4ngig, unterliegt Letzterer auch einem Risiko, wenn nur eine Beschaffungsquelle genutzt wird. Denn wenn ein Lieferant \u00fcberm\u00e4\u00dfig von einem Vertrag abh\u00e4nge, habe er m\u00f6glicherweise nicht die Ressourcen, die Produktion bei Bedarf zu steigern oder zu senken bzw. die Lieferzeiten zu verk\u00fcrzen, so Nelson in Spend Matters. Und wenn Probleme auftreten, kann ein Mangel an Ressourcen es dem Lieferanten erschweren, in einem angemessenen Zeitrahmen zu reagieren.<\/p>\n<p>Daher h\u00e4lt Nelson die Beschaffung von diversen Lieferanten, das sogenannte Multiple Sourcing, oft f\u00fcr die beste Strategie, da der Bedarf auf mehrere Firmen verteilt werden kann. Ideal ist jedoch immer eine gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit von Eink\u00e4ufern und Lieferanten.<\/p>\n<h4>Single Sourcing vs. Multiple Sourcing: Wer die Wahl hat,&nbsp;\u2026<\/h4>\n<p>Bei der Entscheidung zwischen Single- und Multiple-Sourcing-Strategie geht es oftmals gar nicht darum, dass ein Ansatz besser ist als der andere. Die Entscheidung dreht sich vor allem darum, was dem Bedarf der einzelnen Kategorie oder Firma entspricht.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber Spend Matters empfahlt Nelson, bei der Wahl einer Strategie sollten Eink\u00e4ufer sich die Abh\u00e4ngigkeiten in ihren Lieferantenbeziehungen sowie m\u00f6gliche Risikoszenarien ansehen. Dies ist Teil des Lieferantenmanagements \u2013 und um eine widerstandsf\u00e4hige Lieferkette aufzubauen, m\u00fcssen Unternehmen die richtige Wahl treffen.<\/p>\n<p>Achilles kann Eink\u00e4ufern die Entscheidung zwischen einem oder mehreren Anbietern erleichtern \u2013 durch validierte Lieferantendaten in einer branchenspezifischen Online-Gemeinschaft. Mit unserer Lieferantenmanagementl\u00f6sung bieten wir Eink\u00e4ufern einen effizienten Risikomanagementansatz, indem wir Informationen zu Lieferanten pr\u00fcfen und pflegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sind mehr Lieferanten gut f\u00fcrs Gesch\u00e4ft? Diese Frage ist schwierig zu beantworten und gibt im Risikomanagement mehrere R\u00e4tsel auf. Einerseits reduziert man mit mehreren Lieferanten die Abh\u00e4ngigkeit von einer einzelnen Quelle und gleicht die Risiken aus. Wenn also ein Lieferant von einer Katastrophe heimgesucht wird, kann man zu einem anderen wechseln. 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